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Diese verdammten Derivate

Jens Dibbern am 25. Juni, 2009

Eines ist der breiten Öffentlichkeit klar: Die Finanzkrise wurde verursacht von einer kleinen verschworenen Gruppe in den großen Banken. Das müssen Zocker und Betrüger sein, die die Welt in den Abgrund reißen.

Aber wer hat denn wirklich verstanden, was da genau gehandelt wurde und warum? Vielleicht ist das ja die Gelegenheit etwas über Derivate zu lernen. Ein guter Startpunkt ist da z.B. die Wissensseite von Goldman-Sachs. Natürlich sollen die dort vorhandenen Informationen auch den Umsatz des Unternehmens fördern. Aber bekanntlich sollte man ja wissen womit man spekuliert.

Dokumentationsdilemma

Jens Dibbern am 15. Juni, 2009

In dem Artikel “Use of Knowledge Management Systems and the Impact on the Acquisition of Explicit Knowledge” setzen sich Holli McCall, Vicky Arnold & Steve G. Sutton kritisch mit den Auswirkungen von Knowledge Management Systemen in Unternehmen auseinander. Sie untersuchen insbesondere deren Auswirkungen auf die Leistungen unerfahrener Entscheidungsträger.

Sehr interessant finde ich dabei, dass die positiven Effekte von Wissensmanagementsysteme hier durchaus nachgewiesen wurden. Allerdings ergibt sich daraus eine klare Abhängigkeit von diesen Systemen. Sind diese nicht verfügbar, fallen die Leistungen der Teilnehmer zurück.

Zertifikate Know-how

Jens Dibbern am 3. April, 2009

Das Einmaleins der Zertifikate im Handelsblatt mag für viele zu spät kommen. Die Insolvenz von Lehman Brothers hat die gesamte Anlageklasse komplett in Verruf gebracht. Nach der umfassenden Berichterstattung über Bankkunden, die mit Zertifikaten der Lehman Brothers viel Geld verloren haben, scheinen für viele Menschen Zertifikate ein Instrument gieriger Banker zu sein, die ihre Kunden betrügen wollen.

Letztlich bleibt die Empfehlung, sich mit Anlageprodukten genau auseinanderzusetzen und nichts zu kaufen, was man nicht versteht. Vielleicht gibt es ja in naher Zukunft eine Zulassungsbschränkung für den Finanzvertrieb: Berater dürfen nur Produkte verkaufen, die sie nachweislich selbst verstehen, und müssen ihre Beratungsqualifikation explizit unter Beweis stellen. Wenn Kunden dazu eine vollständige Transparenz über die jeweiligen Provisionen haben, die der Berater für den Abschluss erhält, kommt diese Tätigkeit auch wieder einer wirklichen Beratung nahe.