Struktur vs. Suche

Bei der Informationsflut im Internet ist Auffindbarkeit ein zentrales Ziel sowohl der Anbieter als auch der Konsumenten. Dieses Ziel wird aber schon fast gegensätzlich aufgefasst und gerät auf der Seite der Anbieter schon fast zu einem kleinen Krieg zwischen Anbietern und den Betreibern von Suchmaschinen, die zwischen Anbieter und Konsument vermitteln möchten.

Viele Anbieter versuchen mit (nahezu) allen Mitteln einen der oberen Ränge in den Ergebnislisten zu gängigen Suchbegriffen zu bekommen. Der erste Platz ist perfekt, ab der zweiten Seite der Liste empfindet man sich in der Bedeutungslosigkeit. Dabei versuchen viele Anbieter auch zu Begriffen gefunden zu werden, die wenig bis gar nichts mit den angebotenen Inhalten zu tun haben.

Meine Diplomarbeit über “Vorgehen zur Generierung von Portaloberflächen” berührt das Thema teilweise. Mit Hilfe von Ontologien können Suchmaschinen sehr viel genauer gesteuert werden. Ein Konsument stellt seine Suche in einen Kontext. Dies ist vergleichbar mit der Kategoriensuche, wie sie beispielsweise DMOZ anbietet. Ontologien können aber mehr als nur eine Hierarchie abbilden. Sie enthalten auch die Beziehungen der enthaltenen Objekte zueinander.

Eine etwas einfachere Form der Klassifizierung bilden die sogenannten Folksonomies. Hierfür wird die bekannte Methode der Verschlagwortung (“Tagging”) angewandt auf Objekte im Internet. Mit Hilfe von URLs sind diese Objekte identifiziert und die Schlagworte erleichtern das Auffinden. Mit Hilfe von Wortwolken kann die Häufigkeit dieser Schalgworte grafisch dargestellt werden. Dienste wie BlinkList, del.icio.us, Technorati oder Flickr verwenden diese Methode und sind bereits recht erfolgreich damit.

Es kann sich also lohnen, seine Suche im Internet einmal nicht bei Google zu beginnen. Für Bilder verwendet Google übrigens die Methode bereits selbst mit dem Image Labeler. Ich persönlich finde die dort praktizierte Überprüfung der Schlagworte durch zwei einander unbekannte Benutzer sehr interessant.

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