100 oder Finanzkrise für Mathematiker

Der einhundertste Eintrag in meinem Blog! Nicht gerade rekordverdächtig aber immerhin im Durchschnitt mehr als ein Eintrag pro Woche. Die Finanzkrise ist nach wie vor bestimmendes Thema in der Tagespresse. Ich finde in dem Zusammenhang den Daily Dueck “Die Banken verbaseln alles” interessant. In der Kolumne “ß Inside” im Informatik Spektrum führt Prof. Dueck das Thema noch genauer aus.

Er beschreibt recht amüsant das Verhalten der Mathmatiker, mit ihren Modellen die Optimierungen immer weiter zu treiben auf der Jagd nach der höchsten Eigenkapitalrendite. Die gesetzlichen Grenzen, die etwa durch Basel II existieren, werden dabei in die Ungleichungen aufgenommen. Im Gegensatz zu den einfachen Modellen aus dem Lehrbuch gibt es aber in der Realität häufig Einflüsse, die im Modell nicht abgebildet wurden. Die Grenzen sind aber bindend und ihre Überschreitung gefährdet unmittelbar die Existenz des Unternehmens. Vielleicht ist ja die Krise ein Weg zurück zur Vernunft.

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Eine Antwort auf 100 oder Finanzkrise für Mathematiker

  1. Christian sagt:

    Es ist ja das grundsätzliche Dilemma in allen Modell-Analysen und -Prognosen, dass wesentliche Faktoren und Begrenzungen außer Acht gelassen werden. Lachte man einst die Ökonomen für ihre komparative Statik-Analyse aus, so war man sich in jener Zeit wenigstens noch der Mängel der Modelle bewusst. Heute sind die Modelle alle dermaßen mathematisch-dynamisch, dass viele Nicht-Mathematiker nur noch glauben können. Vielleicht ist ja ein Umstieg auf die biologisch-dynamischen Methoden ertragreicher ;-)