Das Internet verzeiht nicht

Dirk Elsner schreibt über einen Aufsatz von Dr. Kartik Athreya und weist auch auf die breite Reaktion in der Blogosphere hin. Bei dieser breiten Kampagne muss der Mann wohl wirklich furchtbares geschrieben haben. Da greift also ein promovierter Wirtschaftswissenschaftler, angestellt bei der Federal Reserve Bank Richmond, Nobelpreisträger wie Paul Krugman an und urteilt pauschal vernichtend über die Blogger. Nach einer Welle der Empörung versucht er auch noch, seinen Artikel wieder aus der Öffentlichkeit zu entfernen.

Nach der Lektüre war ich allerdings etwas enttäuscht. In meinen Augen ist das ein ganz gewöhnlicher Artikel eines Wissenschaftlers, der sich über sogenannte “populärwissenschaftliche” Veröffentlichungen von Kollegen sowie Meinungsäusserungen von Laien auslässt. Solche Diskussionen gab es bereits in der Vergangenheit und sie werden wohl auch in Zukunft nicht zu vermeiden sein. Ich bin allerdings auch der Meinung, dass Dr. Athreya sich ungeschickt verhalten und insbesondere die Sensibilität der Öffentlichkeit offenbar unterschätzt hat.

Wichtig finde ich dabei den Aspekt, dass das fragliche Gebiet der Makroökonomik tatsächlich nicht trivial ist. Es geht aber m.E. in Zeiten der Globalisierung jeden etwas an. Ist es dann nicht viel entscheidender ein gewisses Grundverständnis für dieses Thema bei einer Mehrheit der Bevölkerung zu erreichen? Sollten wir uns nicht fragen, was wir dafür schreiben können, um zumindest Grundbegriffe allgemein verständlich zu definieren und ein Gefühl für die komplexen Zusammenhänge zu vermitteln?

Der Aspekt der Verständlichkeit spielt eine erwiesene Rolle in der menschlichen Kommunikation. Auch im Kontext des Wissensmanagements stellt Probst die Relevanz von Verständlichkeit dar. (Details & Quellen in meiner Arbeit über “Die Rolle der Kommunikation im Wissensmanagement”)

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